Selbstbauprojekt Schnittstellen

für Yaesu Funkgeräte 

FT847, FT920, FT1000, FT2000, FT950

© DC9ZP  2013

  

 

 

1. Interface für den CW-Betrieb mit dem PC über das  CAT-Kabel

Es funktioniert ohne Probleme an allen o.a. YAESU-Geräten, z.B. mit dem Programm MixW2. Es ist nur die Leitung von der RS232 Schnittstelle des PC zur CAT-Buchse des TRX aufzusplitten und das Interface  mit Pin 7 (RTS) einzuschleifen. Alle Leitungen werden durch verbunden.

Die CW-Interface können übrigens bei allen modernen TRX, die eine CAT-Steuerung haben,  eingesetzt werden, die Anpassung an das jeweilige Stecker-/Buchsensystem muss natürlich erfolgen.

Realisierung des CW-Interfaces mittels RS-232 Y-Kabel für die CAT-Leitung. Das Kabel mit dem roten Cinch-Stecker führt zur Tastbuchse, der untere Stecker wird in die CAT-Buchse des TRX und der obere in die RS-232 Buchse des PC gesteckt. Für den FT-847 muss bei dieser Lösung noch ein Nullmodemkabel dazwischen geschaltet werden.  

Für den CW-Betrieb mit einer Endstufe, die im Shack für eine stärkere HF-Umgebung sorgt, hat sich die nachstehende Schaltung  als standhafter erwiesen. Anstelle eines anfälligen Kleinsignaltransistors wird u.a. der 2N3055 eingesetzt. Manche Transceiver ( nicht YAESU) haben Probleme bei der Tastung über einen Transistor, als  Alternative kann man in diesen Fällen auch ein passendes 12 Volt Reedrelais mit einem Innenwiderstand von mindestens 1000 Ohm einsetzen. Das Relais sorgt u.a. auch für eine galvanische Trennung der Stromkreise des PC von der denen des TRX. Die Schnittstelle im PC muss ca. 12 mA Strom für das Relais liefern können, was bei den meisten Motherboards kein Problem ist.

 

 

Hier noch eine Lösung für Optokopplerfetischisten:

2. FSK-Interface für FT-920, FT-1000, FT-2000, FT-950

Das Interface wird mit einem normalen RS-232 Stecker am PC angeschlossen, zum Interface muss nur die Leitung von PIN 3 (TXD) und Ground (Pin 5) führen. Es ist, wenn man ein o.a. CW-Interface  installiert hat, eine zweite RS232 Schnittstelle zu verwenden. Eine Kombination mit CAT ist hier nicht möglich. Die PTT wird aber immer über CAT geschaltet, daher sind keine weiteren Klimmzüge in dieser Hinsicht erforderlich.

 

hier die Alternative für hohe Beanspruchung, eine Lösung mit Reedrelais oder Optokoppler zur galvanischen Trennung ist auch hier möglich:

 

Für TRX, die keine Transistortastung mögen, kann man auch diese Reedrelaisvariante einsetzen.

 

2.1 Erfahrungen mit FSK-RTTY

 

2.1.1 FT-920  

Der FT-920 hat keine eigene FSK-Buchse. Es muss die Packet-Buchse genutzt werden. Der  FSK-Betrieb  ist  daher sehr  umständlich, bringt keinen Vorteil, da man, wenn man wieder AFSK machen will (PSK etc.), immer Kabel umstecken - und den leidigen FSK-Schalter umschalten muss. Eine eigene FSK-Buchse war wohl für den Preis nicht mehr drin.

  2.1.2 FT-1000 MP und Mark V  

FSK macht nicht viel Sinn, da über die FSK/RTTY-Buchse nur ein interner Tongenerator getastet wird.  Das ist also AFSK und keine Frequenzmodulation, wie im Handbuch suggeriert wird. Dann kann man auch gleich die Soundkartenlösung verwenden.  Der einzige Vorteil ist, dass der interne Generator den TX nicht übersteuern kann und immer ein sauberes Signal liefert.

2.1.3 FT-2000/FT-950

Hier gibt es bei FSK eine richtige Frequenzmodulation, der Betrieb in FSK ist sinnvoll, insbesonders dann, wenn man hohe Leistungen fährt, weil durch FM in der Nachbarschaft Geräte der Unterhaltungselektronik nicht so störend beeinflusst  werden wie durch AFSK-Töne. Leider hat man bei FSK  keinen Mithörton.

3. Der FT847 und seine DATA-Buchse für AFSK-Anwendungen

 

4. Elektret-Mikeanschluss für alle Yaesu-Geräte

 

 

Funktioniert sehr gut, es ist aber darauf zu achten, dass MIKE Ground keine Verbindung mit dem Gehäuse des TRX haben darf, auch nicht über Umwege, sonst gibt es ggf.  HF-Einfall in den Mikrofonzweig.  Im Zweifel die Groundleitung vom Stecker des Headsetmike mit dem Kondensator C2 gleichstrommäßig von PIN 7 trennen. Die hier gezeigte Batterielösung ist erfahrungsgemäß die beste um Brummstörungen zu vermeiden. An PIN 2 der Mikrofonbuchse des TRX stehen aber auch 5 Volt an, die anstatt der Batterie verwendet werden können. In diesem Fall R1 auf 10 KOhm reduzieren und mit Pin 2 verbinden. der Kondensator C2 muss dann allerdings entfallen, weil das Headsetmikrofon sonst keine Spannung erhält.

 

5. Soundkarteninterface für AFSK-Anwendungen

Das Interface ist einfach und wirkungsvoll. Die PTT Schaltung erfolgt durch das jeweilige RTTY/PSK/PR Programm über die CAT-Leitung, deshalb sind nur Verbindungen zwischen Soundkarte und Packet-Radio Buchse am TRX notwendig. Über Windows die Lautstärke für Input und Output so einstellen, dass der TRX nicht übersteuert wird und im Sendefall mit der ALC kontrollieren. Da an der Spitze des Mikrofonsteckers, vom PC aus gesehen, ca. 4 Volt anliegen, trennt C1 die Gleichspannung ab. Sie würde sonst kurz geschlossen und der Pullup-Widerstand auf der Soundkarte unnötig belastet.

 

Brummstörungen bei AFSK-Anwendungen lassen sich dadurch vermeiden, indem man den PC, den TRX und andere Peripheriegeräte auf ein gemeinsames Erdungspotential zwingt. Dazu  alle Gehäuse der Geräte mit möglichst kurzen Kabeln  mit mindestens 4 mmQuerschnitt, sternförmig an einem Punkt zusammenschließen. 

 

 

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